LandFrauen boten Schulung zum aid-Ernährungsführerschein an

Nicole Alband, LWK

Foto: Nicole Alband, LWK

Die Nachfrage seitens der Schulen nach dem aid-Ernährungsführerschein ist ungebrochen. Mit finanzieller Unterstützung der IKK-Südwest konnten 13 weitere Ernährungsfachkräfte für die Einsätze an Grundschulen geschult werden. „Die LandFrauenverbände engagieren sich seit Jahren in der Ernährungsbildung. Das Alltagswissen rund um eine gesunde Ernährung wird häufig nicht mehr in den Familien vermittelt. Kinder sind auf Anstöße von außerhalb angewiesen. Daher ist es besonders wichtig für eine gesunde Lebensführung, wenn Kinder von klein auf Kompetenzen in der Zubereitung und Bedeutung einer gesunden Ernährung erlernen“, betonen Rita Lanius-Heck, Präsidentin des LandFrauenverbandes Rheinland-Nassau, und Ilse Wambsganß, Präsidentin des LandFrauenverbandes Pfalz. „Da die IKK-Südwest zudem die Einsätze in den Schulen weiterhin finanziell unterstützt, erhalten Drittklässler auch im nächsten Schuljahr die Chance, einen aid-Ernährungsführerschein zu erwerben,“ stellen die beiden Präsidentinnen heraus. „In den praktischen  Unterrichtseinheiten erlernen die Kinder mit viel Spaß, selbst kleine Gerichte zuzubereiten. Manche Kinder probieren dabei erstmals frisches Gemüse und stellen erstaunt fest, dass es ihnen schmeckt.“

Foto: Andrea Schwahn, LWK

Foto: Andrea Schwahn, LWK

Bei Organisation und Durchführung der Qualifizierung zeigte sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit der LandFrauenverbände mit der Gruppe Ernährung der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR) und der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK). Referentinnen der zweitägigen Schulung waren die Oecotrophologinnen Brigitta Poppe, DLR Westerwald-Osteifel, und Dajana Müller, LWK. Die Teilnehmenden kommen aus dem Berufsfeld der Hauswirtschaft und sind natürlich Mitglieder im LandFrauenverband.  Neben Themen zur Ernährungslehre erlernten sie verschiedene Methoden, um theoretische und praktische Lerninhalte kindgerecht zu vermitteln. Kater Cook begleitet die Kinder durch den Unterricht. Er spricht die Kinder besonders an und wird in der Regel sofort heiß geliebt. Die Unterrichtseinheiten finden im Klassenraum statt und passen in den Lehrplan der dritten Klassen. Am Ende des Projektes beweisen die Schülerinnen und Schüler in einem kleinen Test ihr neues Wissen und erhalten dann ihren persönlichen Führerschein. Die IKK-Südwest sponsert zudem für jedes Kind ein Schneidbrettchen, so dass das Nachkochen daheim noch mehr Freude macht. Zur feierlichen Überreichung des aid-Ernährungsführerscheins laden die Kinder Eltern oder Mitschüler zu einem selbst hergestellten Buffet ein.

Der aid-Ernährungsführerschein ist ein Projekt zur Ernährungsbildung an Grundschulen. Zielgruppe sind die Schülerinnen und Schüler der dritten Grundschulklassen. In sechs bis sieben Unterrichtseinheiten erlernen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen einer gesunden Ernährung sowie den Umgang mit frischen Lebensmitteln. Die Vermittlung dieser Kenntnisse erfolgt über geschulte Fachkräfte, die die Unterrichtseinheiten vor Ort in den Klassen durchführen. Die Organisation erfolgt über die LandFrauen Rheinland-Pfalz in Bad Kreuznach. Informationen erhalten Interessierte bei Dajana Müller – dajana.mueller@lwk-rlp.de, 0671 7931168 – sowie bei Romy Freiler, IKK-Südwest, 0681 936963041.

Text : Andrea Schwahn, Bildungsreferentin der Landwirtschaftskammer RLP